
Quelle: Offenburgertageblatt 28.01.2012
Wehr meistert Übung mit Bravour


Steinach (gm). Ein sehr schwieriges und realistisches Brandobjekt wurde für die Herbstabschlussübung der beiden Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Steinach und Welschensteinach ausgewählt. Voraus ging die Abschlussübung der gemeinsamen Jugendfeuerwehr. Die Übung der Gesamtwehr fand am Anwesen von Josef Himmelsbach und dem daneben liegenden Wohnhaus der Familie Bösinger statt. Wegen der sehr engen Verhältnisse der Hanglage von Kreuzbühl/Schneid und der schmalen Straße hinauf in die Schneid und weiter auf den Kreuzbühl wurde es sehr schwierig, die Feuerwehrfahrzeuge in geeigneter Position abzustellen. Deshalb wurde bei dieser Übung auf die Drehleiter aus Zell verzichtet, die im Ernstfall jedoch gebraucht wird. Das DRK Steinach musste zunächst in der Nähe des Brandobjekts die Erstversorgung vornehmen, um dann die Verletzten auf den Verbandsplatz beim Anwesen Schwendemann/Moser am Schneidweg hinunterzubringen.
Übungsannahme war, dass durch zündelnde Kinder auf der Heubühne Feuer ausgebrochen sei. Zuerst galt es, die vermissten Kinder durch die Atemschutzträger im verqualmten Heuboden zu suchen und zu retten. Einige von ihnen hatten sich auf den Balkon im Obergeschoss durchgeschlagen. Sie wurden über die Schiebeleiter abgeseilt, während die anderen über den Heuboden gerettet und dem DRK zur weiteren Versorgung übergeben wurden. Die Abteilung Steinach nahm danach mit ihren verschiedenen Gruppen den Löschangriff vor. Es galt dabei auch, eine Riegelstellung zum Schutz des Wohnhauses aufzubauen.
Der Löschangriff erfolgte von allen Seiten und wurde von den Welschensteinacher Kameraden unterstützt, die vor allem das nahe Nebengebäude des Brandobjekts auf der westlichen Seite abschirmten. Die Wassserentnahme erfolgte über Überflurhydranten, und die Abteilung Welschensteinach holte Löschwasser aus dem Welschensteinacher Bach beim Anwesen Haas in der Kreuzbühlstraße. Sehr nützlich zeigte sich dabei der Schlauchwagen der Welschensteinacher, so konnte die rund 700 Meter lange Strecke sehr schnell bewältigt werden. Dazu brauchte die Wehr drei Pumpen. Die vielen interessierten Zuschauer – darunter Bürgermeister Frank Edelmann, Ortsvorsteher Erich Maier sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte – waren aufmerksame Beobachter.
Zuvor hatte die Abschlussübung der gemeinsamen Jugendfeuerwehr am Anwesen Wölfle in der Andreas-Fischer-Straße stattgefunden. Übungsannahme war ein Kellerbrand. Vier vermisste Verletzte waren zu retten, die dem Jugendrotkreuz zur weiteren Versorgung übergeben wurden. Zeitgleich nahm eine andere Gruppe die Brandbekämpfung vor. Auch hier verfolgten zahlreiche Zuschauer, besonders auch Eltern der Jugendlichen, die Übung.
Nach Ende der Abschlussübungen ging es ins Steinacher Feuerwehrhaus. Kommandant Clemens Neumaier war mit den Leistungen sehr zufrieden. Tolle Arbeit wurde auch der seit sechs Jahren bestehenden gemeinsamen Jugendfeuerwehr bescheinigt, mit der man ein wichtiges Standbein geschaffen habe.
Bürgermeister Frank Edelmann attestierte ebenfalls gelungene Übungen, die zeigten, dass die Gelder der Gemeinde zum Schutz der Bevölkerung gut angelegt seien. Außerdem dankte der Rathaus-Chef allen Übungsteilnehmer. Der kameradschaftliche Teil mit Speis und Trank schloss sich an.
Quelle: Schwarzwälder-Bote, vom 02.11.2011
Die Steinacher Wehr feiert sich
Die Überlinger Wehrkameraden gratulierten musikalisch. Beim Jubiläum der Feuerwehr Steinach wurde auch das 25-jährige Bestehen der Verbindung mit den Kollegen vom Bodensee gefeiert. Fotos: Störr Foto: Schwarzwälder-Bote
Von Christine Störr Steinach. Seit 75 Jahren sorgen die Steinacher Feuerwehrleute für die Sicherheit der Bewohner. Mit einem großen Festwochenende feierten sie jetzt ihren Geburtstag und beschenkten sich selbst mit dem zweistündigen Festbankett am Samstagabend.Zahlreiche befreundete Wehren des Kinzigtals waren gekommen, um diesen Geburtstag – und das 25-jährige Bestehen der Verbindung der Steinacher Feuerwehr mit der Überlinger Patenwehr – zu feiern. Musikalisch umrahmt vom Überlinger Spielmanns- und Fanfarenzug begann das Festbankett mit einer Gedenkminute für die verstorbenen Kameraden.
Anschließend hatte Moderator Stephan Engel augenzwinkernd und nach eigenen Angaben "die schwierige Aufgabe, die Redner möglichst schnell auf die Bühne zu holen und dafür zu sorgen, dass sie den Weg in einer angemessenen Zeit wieder hinunter finden." Steinachs Bürgermeister Frank Edelmann (CDU) lobte in seiner Laudatio den selbstlosen Dienst der Feuerwehrleute für Nachbarn und Mitbürger. "Der Feuerwehrdienst bedeutet, wie kaum ein anderer Dienst, an der öffentlichen Sache, an der Gemeinschaft und der Gemeinde ein beispielhaftes Maß an Bürgersinn. Sie bekennen sich mit ihrem Engagement eindeutig zu ihrer Verantwortung und haben oft ihre eigene Gesundheit riskiert."
In den vergangenen 75 Jahren hätten sich die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche von der reinen Brandbekämpfung hin zu umfassender Hilfe bei Bränden, technischen Hilfsleistungen und Hilfe in verschiedenen anderen Notsituationen gewandelt. "Unsere Bürger können ihr volles Vertrauen in die Feuerwehr setzen", beendete Edelmann seine Rede.
Bettina Spitzmüller blickte als Vorsitzende des Heimat- und Trachtenvereins, in die Chronik der Steinacher Feuerwehr und ließ die Entstehungsgeschichte und wichtigsten Eckdaten Revue passieren. Anschließend stellte Ehrenkommandant Herbert Rohkohl die Anfänge der Patenschaft mit der Überlinger Wehr vor und befand die Mitgestaltung des Festbanketts als Beweis, dass die Patenschaft nicht nur auf dem Papier bestehe, sondern gelebt werde. Er appellierte an die jungen Feuerwehrleute: "Lasst diese Patenschaft auch in den nächsten 25 Jahren weiter bestehen."
Als Zeichen der besonderen Verbundenheit beider Wehren übergaben die Kommandanten Clemens Neumaier und Andreas Löhle anschließend rote Fahnenbänder und befestigten diese in einer kleinen Zeremonie. In die Gratulantenschar reihten sich schließlich der stellvertretende Kreisbrandmeister Michael Wegel, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Berthold Maier ein, Herbert Mayer vom Feuerwehrforum Bregenz-Hardt, eine Abordnung der befreundeten Feuerwehr aus Bad Schandau, Trudbert Obert als Leiter der Welschensteinacher Abteilung, Mathias Wangler seitens der Sparkasse Haslach-Zell und Peter Schwörer als Sprecher von 20 Steinacher Vereinen.
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de
Klingende Grüße zum Jubiläum

"Eine gute Truppe": Die Steinacher Feuerwehrabteilung feiert am Wochenende ihr 75-jähriges Bestehen. Foto: Fiedler Foto: Schwarzwälder-Bote
Steinach - Die vergangenen Monate haben den Kameraden der Steinacher Feuerwehr einiges abverlangt. Mussten sie doch neben ihrem regulären Probebetrieb die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Steinacher Feuerwehrabteilung vorbereiten."Das ist ein ganz schöner Aufwand", sagt Clemens Neumaier, der die Steinacher Abteilung seit 2005 führt. Die Vorbereitungen auf die Feiern am kommenden Wochenende liefen aber gut – nicht zuletzt dank der großen Unterstützung durch die 43 aktiven Kameraden, die Mitglieder der Steinacher Jugendfeuerwehr und die Senioren der Abteilung. Auch andere Steinacher Vereine seien mit im Boot, berichtet der Feuerwehr-Kommandant. "Bei uns in Steinach ist es so, dass man sich bei Festen gegenseitig aushilft."
Als einen Höhepunkt der Feierlichkeiten sieht Clemens Neumaier natürlich das große Festbankett am Samstagabend. Neben dem Steinacher Bürgermeister Frank Edelmann als Schirmherrn des Jubiläumsfests, Abordnungen befreundeter Feuerwehren aus dem Umland und Vertretern des Kreisfeuerwehrverbands werden daran auch Kameraden der Feuerwehr aus Überlingen teilnehmen. Zu dieser unterhält die Steinacher Wehr seit 25 Jahren eine Partnerschaft. Clemens Neumaier ist froh darüber, dass sein Vorgänger diese Kooperation 1986 in die Wege geleitet hat. "Das ist eine sehr gute Partnerschaft", lobt der jetzige Kommandant der Steinacher Feuerwehrabteilung. Regelmäßige Besuche, gemeinsame Proben und Feste erfüllten diese mit Leben. Den Beweis dafür will am Samstag der Spielmannszug aus Überlingen antreten, der beim Festbankett im Zelt an der Kinzigbrücke eine musikalische Kostprobe abgeben wird.
Die derzeitige Situation der Steinacher Feuerwehrabteilung schätzt der Kommandant positiv ein. Probleme, Nachwuchs für die aktive Truppe zu gewinnen, gebe es derzeit auch dank der guten Arbeit in der Jugendfeuerwehr nicht. "Toi, toi, toi", sagt Clemens Neumaier, der auch mit dem Engagement der aktiven Kameraden sehr zufrieden ist. "Das ist eine gute, junge Truppe", lobt der Kommandant. Die hohe Motivation werde auch an der guten Probebeteiligung sichtbar.
Keinen Grund zur Klage sieht Clemens Neumaier auch in der Zusammenarbeit mit der Gemeinde Steinach. "Die Unterstützung ist hervorragend. Was wir brauchen, bekommen wir auch", erklärt er. Kritisch sieht der Steinacher Feuerwehr-Kommandant dagegen die "Wahnsinnsvorschriften, die für uns gelten". Immer mehr Bürokratie, immer neue Prüfungen, die geld- und zeitraubend seien, würden die eigentliche Feuerwehrarbeit erschweren, macht er deutlich. Sein Urteil: "Freiwillig ist nur noch der Eintritt, ansonsten herrscht Dienst nach Vorschrift."
Musikalisch starten die Feierlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Steinacher Feuerwehrabteilung: Die Band "Radspitz" will am Freitag, 12. August , ab 20 Uhr für Partystimmung im Festzelt an der Kinzigbrücke sorgen. Das Festbankett am Samstag, 13. August, beginnt um 19 Uhr mit dem Empfang der Ehrengäste und Kommandanten. Ab 19.30 Uhr ist das Festzelt offen für alle, ab 21.30 Uhr steigt eine große Sommernachtsparty mit der Band "Feuer & Eis". Am Sonntag, 14. August, steht ab 10.15 zunächst ein Festgottesdienst auf dem Plan. Um 11 Uhr beginnt das Frühschoppenkonzert mit dem Musikverein "Harmonie Steinach". Um 14.30 Uhr startet dann das 6. Steinacher Feuerwehr-Entenrennen, 18 Uhr beginnt eine "Mini-Playback-Show".
Quelle: www.schwarzwaelder-bote.de